Ich könnte hier nun einen langen Text mit Aufzählungen über meine berufliche Laufbahn und diverse Zahlen, Daten und Fakten schreiben. Wen das interessiert, der findet hier meinen Lebenslauf und weitere Informationen zu meinem Werdegang. Hier möchte ich aber lieber ein bisschen was zu mir als Person und meiner Motivation erzählen.
Politik wird überwiegend von Ehrenamtlichen gestaltet. Nur wenige können so wie ich davon auch leben. Wir „Berufs-Politker:innen“ werden oft als abgehoben und wenig nahbar wahrgenommen und dargestellt. Ich möchte diesem Klischee gerne entgegentreten und ansprechbar sein und bleiben, ganz egal, an welcher Stelle ich Politik mache. Das habe ich aus meiner Zeit als Bürgermeister Alerheims mitgenommen: Das Wichtigste für meine Arbeit ist Zuhören, Verstehen und die Ängste, Sorgen und Ideen mitzunehmen, um – im Rahmen des mir Möglichen – nach Lösungen zu suchen, welche zu finden oder Diskussionen und Prozesse anzustoßen. Wir, die Politik und natürlich auch ich persönlich können nicht alles lösen und Politik ist immer geprägt vom Aushandeln von Kompromissen, die nie alle zufriedenstellen können. Was ich aber versprechen kann, ist, mich immer für den besten Kompromiss, die beste Lösung einzusetzen und so dem Vertrauen, das in mich gelegt wird, gerecht zu werden.
Der Alltag und die Arbeit als Politiker sind oft anstrengend und Freizeit haben wir kaum, aber es ist auch unglaublich befriedigend und für mich „der beste Job der Welt!“. Ich empfinde es immer noch als Ehre, im Deutschen Bundestag Politik machen zu dürfen und dazu beizutragen, unser Land, unsere Welt ein bisschen sozialer und gerechter zu gestalten. Eine konkrete Motivation ist für mich aber auch die Zukunft der nächsten Generationen in diesem Land – zuhause sorgen meine beiden Töchter dafür, dass ich ihre Zukunft nicht aus dem Auge verliere.
Immer wieder werde ich gefragt, wie es denn sein kann, dass ich im Verteidigungsausschuss sitze, selber aber nie bei der Bundeswehr war und Zivil- statt Wehrdienst geleistet habe. Für viele passt das nicht zusammen, aber ich habe mich ganz bewusst für eben diesen Ausschuss entschieden, um einen zivilen Blickwinkel von außerhalb der Bundeswehr mit einzubringen: Im Ausschuss machen wir nicht nur Politik für die Angehörigen der Bundeswehr, sondern für alle Bürgerinnen und Bürger Deutschlands. Auch wenn ich mich selbst anders entschieden habe, empfinde ich großen Respekt für diejenigen, die sich für den Dienst in der Bundeswehr entschieden haben. Einer meiner Studienschwerpunkte war zudem Internationale Politik und Internationale Organisationen.
Zeit mit meiner Familie, mit meiner Frau Steffi, mit der ich seit über 30 Jahren zusammen bin und mit meinen beiden Töchtern - das ist mir wichtig. Wann immer es geht und leider nicht so oft wie ich gerne möchte, nehme ich mir die Zeit, um für meine Familie da zu sein.
„Wenn es für die Karriere im Profi-Sport gereicht hätte, wäre Politik mein Hobby gewesen. Nun ist Sport mein Hobby neben der Politik.“ ;)
Ich habe schon immer mit großem Ehrgeiz und Engagement Sport getrieben. Meine aktive Fußballkarriere hat über die Kreisliga nicht hinausgeführt, aber ich kicke immer noch aktiv – für meine SG Alerheim, die Mondspritzer und auch beim FC Bundestag.
Beim Laufen bekomme ich den Kopf frei – und es hat sogar schon einige Male dazu gereicht, beim Marathon ins Ziel zu kommen.
Mein „Markenzeichen“ sind die Roten Turnschuhe, die mich bereits in meiner Zeit als Bürgermeister begleitet haben. Genau durchgezählt habe ich sie nicht, aber ich besitze etwa 15 bis 20 Paar… Im turbulenten Politikbetrieb sind bequeme Schuhe durchaus hilfreich aber vor allem gebe ich mich gerne als das zu erkennen, was ich bin: Ein „echter Roter“!